KfW Research 2026: Investitionsbedarf bleibt hoch trotz niedriger Kreditbereitschaft

KfW-Sonderbefragung 01/2026: Balkendiagramm zur KMU-Orientierung bei Finanzierungen, Vergleich kleine und große KMU (Innenfinanzierung, Leasing, Gesellschafterdarlehen, Fördermittel, Beteiligungen, Mezzanine).

Nutzung von Krediten auf historischem Tiefstand

Die aktuelle Sonderbefragung von KfW Research zeigt eine deutlich sinkende Bereitschaft kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), Bankkredite zur Investitionsfinanzierung zu nutzen. Besonders kleine Unternehmen agieren zunehmend zurückhaltend. Die Ergebnisse spiegeln eine vorsichtige Stimmungslage sowie eine hohe Unsicherheit hinsichtlich zukünftiger Wachstumsperspektiven wider.

Nur noch 27 % der KMU würden Anfang 2026 einen Kredit von Banken oder Sparkassen zur Finanzierung von Investitionen in Betracht ziehen. Im Jahr 2017 lag dieser Anteil noch bei 66 %. Besonders stark ausgeprägt ist die Zurückhaltung bei kleinen Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten. Die Bereitschaft lag 2026 nur noch bei 23 %, im Jahr 2017 noch bei 69 %. Bei größeren KMU bleibt die Bereitschaft zur Kreditnutzung stabil bei über 50 %.

alkendiagramm (KfW-Mittelstandspanel 01/2026): Anteil der KMU, die Investitionen per Bankkredit finanzieren würden – Gesamt sowie kleine vs. größere KMU und Branchen (Verarbeitendes Gewerbe, Bau, Handel, Dienstleistungen); Vergleich 2017, 2023, 2026.

Dienstleistungsunternehmen besonders zurückhaltend

Im Branchenvergleich zeigt der Dienstleistungssektor die geringste Bereitschaft zur Nutzung von Bankkrediten. Nur 21 % der Dienstleistungsunternehmen würden aktuell eine Kreditfinanzierung in Betracht ziehen. Gegenüber 2017 entspricht dies einem Rückgang um 52 Prozentpunkte.

Unternehmen wollen Schulden vermeiden

Der wichtigste Grund gegen eine Kreditaufnahme ist der Wunsch, Schulden zu vermeiden.

  • 63 % der KMU nennen dies als Hauptgrund.
  • 50 % der Unternehmen streben grundsätzlich keine Fremdfinanzierung an.

Die KfW interpretiert dies als Ausdruck eines starken Wunsches nach finanzieller Stabilität und Unabhängigkeit. Gleichzeitig führen hohe Zinsen und unsichere Wachstumsperspektiven zu vorsichtigeren Finanzierungsentscheidungen.

Hohe Anforderungen erschweren den Kreditzugang

Viele Unternehmen sehen zusätzliche Hürden bei der Kreditaufnahme. Als zentrale Gründe werden genannt:

  • Zu viel Offenlegung von Unternehmensinformationen (30 %)
  • Hohe Anforderungen an Sicherheiten (28 %)
  • Hoher finanzieller und zeitlicher Aufwand bei der Antragstellung (17 %)

Vor allem kleinere Unternehmen verfügen häufig über geringere Eigenkapitalquoten, weniger Sicherheiten und keine umfangreiche Kredithistorie. Dadurch fällt der Zugang zu externem Kapital schwerer.

Balkendiagramm (KfW-Mittelstandspanel 01/2026): Gründe, warum KMU keine Kreditfinanzierung nutzen – u. a. Schulden vermeiden, keine Fremdfinanzierung, Zinsen zu hoch, Sicherheiten/Offenlegung; Vergleich 2017, 2023, 2026.

Alternative Finanzierungsformen gewinnen an Bedeutung

Unternehmen, die auf Bankkredite verzichten, setzen vor allem auf andere Finanzierungswege. Am häufigsten genannt werden:

  • Innenfinanzierung (43 %)
  • Leasing / Mietkauf (34 %)
  • Gesellschafterdarlehen oder Einlagen (30 %)
  • Fördermittel (19 %)

Beteiligungen Dritter nennen 8 % der Unternehmen als Alternative. Die Mehrheit der Unternehmen nutzt dabei nur ein einziges alternatives Finanzierungsinstrument.

Investitionsbedarf bleibt hoch

Trotz der sinkenden Bereitschaft zur Kreditaufnahme betont die KfW, dass der Investitionsbedarf im Mittelstand weiterhin hoch bleibt. Eigenmittel allein werden aus Sicht der Analyse nicht ausreichen, um notwendige Investitionen vollständig zu finanzieren. Externes Kapital bleibt daher unverzichtbar. Die KfW warnt, dass Investitionen und Wachstumschancen ausbleiben könnten, wenn Unternehmen nicht bereit sind, externe Finanzierungsmittel einzusetzen.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für ein Gespräch mit der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft

Die Ergebnisse der KfW-Analyse zeigen klar: Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Investitionen zu finanzieren und gleichzeitig ihre finanzielle Stabilität zu sichern. Genau hier kann die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Berlin-Brandenburg einen entscheidenden Beitrag leisten.

Beteiligungskapital stärkt die Eigenkapitalbasis, verbessert die Finanzierungsmöglichkeiten gegenüber Banken und schafft zusätzlichen Handlungsspielraum für Wachstum, Transformation und Zukunftsinvestitionen. Gerade in einem anspruchsvollen Finanzierungsumfeld lohnt sich deshalb der frühzeitige Austausch:

  • zur Stabilisierung der Finanzierungsstruktur,
  • zur Verbesserung der Bonität,
  • zur Begleitung von Investitionsvorhaben,
  • und zur Entwicklung langfristiger Finanzierungslösungen.

Die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft unterstützt Unternehmen partnerschaftlich, regional vernetzt und mittelstandsorientiert.

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