100 Jahre Grüne Woche – Mut und Innovation schafft Märkte

Eingangshalle der Internationalen Grünen Woche in Berlin mit Banner „Grüne Woche“ und Display „100 Jahre Tradition“.
Logo Internationale Grüne Woche 100 Jahre Jubiläum

100 Jahre Internationale Grüne Woche sind weit mehr als ein stolzes Jubiläum. Sie erzählen die Geschichte von wirtschaftlichem Mut, von Innovationskraft in schwierigen Zeiten und von einem regionalen Pioniergeist, der Berlin bis heute prägt. Eine Geschichte, aus der sich lernen lässt – gerade jetzt.

Die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Berlin-Brandenburg gratuliert herzlich zu diesem besonderen Meilenstein. Und sie knüpft bewusst an genau jene Haltung an, die die Grüne Woche seit ihrer Entstehung trägt: den Mut, wirtschaftliche Zukunft aktiv zu gestalten.

Der Anfang: Ordnung schaffen, wo Wirtschaft wachsen will

Die Grüne Woche entstand 1926 nicht aus Marketing, sondern aus Notwendigkeit. Rund um die Wintertagung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft in Berlinhatte sich ein lebhafter, aber unstrukturierter Handel entwickelt. Landwirte, Händler und Produzenten suchten Absatz, Austausch und Sichtbarkeit – alles fand auf der Straße statt, improvisiert, unübersichtlich.

Die Idee war ebenso einfach wie mutig: Handel bündeln, sichtbar machen, professionalisieren. Eine Messe, unter einem Dach, klar organisiert – und erstmals bewusst auch für die breite Öffentlichkeit geöffnet. Schon die Premiere zeigte die wirtschaftliche Tragfähigkeit dieses Ansatzes: rund 7.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche und 50.000 Besucherinnen und Besucher.

Der Name „Grüne Woche“ selbst wurde zum frühen Markenzeichen. Er leitete sich von den grünen Lodenmänteln der Land- und Forstwirte ab, die damals das Berliner Stadtbild prägten. Identität wurde sichtbar und damit erinnerbar.

Mut in der Krise: Warum Durchhalten Zukunft schafft

Besonders prägend ist der Blick auf die frühen 1930er Jahre. Die Weltwirtschaftskrise traf Deutschland hart: Märkte brachen ein, Arbeitslosigkeit explodierte, Investitionen wurden gestoppt. In genau dieser Zeit hätte es nahegelegen, eine Messe einzustellen.

Die Grüne Woche tat das Gegenteil. Sie blieb bestehen – als Marktplatz, als Begegnungsraum, als wirtschaftlicher Anker. Innovation wurde nicht vertagt, sondern pragmatisch weitergedacht: neue Maschinen, effizientere Produktionsweisen, mobile Verkaufsmodelle. Der Gedanke dahinter war klar: gerade in Krisenzeiten braucht Wirtschaft Sichtbarkeit, Austausch und neue Wege zum Markt.

Dieser Mut, weiterzumachen, machte die Messe stark – und legte den Grundstein für ihre langfristige Bedeutung.

Innovation als Konstante über ein Jahrhundert

Von Beginn an war die Grüne Woche ein Schaufenster des Fortschritts. Bereits 1926 sorgte ein vier Meter hoher Universalschlepper mit 100 PS für Staunen – ein Symbol für Mechanisierung und Produktivität. Es folgten Motorsägen, neue Melkverfahren, verbesserte Zuchtmethoden und technische Lösungen, die Effizienz versprachen.

In den 1960er Jahren rückte bereits die elektronische Datenverarbeitung in der Landwirtschaft in den Fokus – lange bevor Digitalisierung zum wirtschaftlichen Leitbegriff wurde. Kommunikationstechnik, Systemlösungen und später Nachhaltigkeits- und Startup-Themen setzten diese Linie fort.

Die Grüne Woche zeigt bis heute: Innovation entsteht dort, wo Praxis, Mut und Offenheit zusammentreffen.

Regionaler Pioniergeist als wirtschaftliche Stärke

Ein zentrales Erfolgsgeheimnis der Messe ist ihre konsequente Regionalität. Regionen wurden früh nicht nur als Herkunft, sondern als Marke verstanden. Produkte, Geschichten und Identität gingen Hand in Hand.

Berlin war dabei mehr als Gastgeber. Die Stadt wurde Bühne für Regionen aus ganz Deutschland und später aus der ganzen Welt. Spätestens nach der Wiedervereinigung entwickelte sich die Grüne Woche zum gesamtdeutschen Schaufenster wirtschaftlicher Vielfalt. Regionalität und Internationalität erwiesen sich nicht als Gegensätze, sondern als gegenseitige Verstärker.

Der Kreis schließt sich: Mut damals – Partnerschaft heute

Die Geschichte der Grünen Woche macht deutlich, was nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung braucht:
Struktur statt Zufall. Sichtbarkeit statt Stillstand. Mut statt Abwarten.

Genau hier setzt die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Berlin-Brandenburg an. Sie ist Partner für die Innovationen, die jetzt anstehen – für Unternehmen, die investieren, transformieren und wachsen wollen. Für Betriebe, die neue Märkte erschließen, Geschäftsmodelle weiterentwickeln oder den nächsten Technologieschritt gehen. Und für Unternehmerinnen und Unternehmer, die – wie einst die Initiatoren der Grünen Woche – Chancen erkennen, bevor sie offensichtlich sind.

So schließt sich der Kreis:
Der Mut, der vor 100 Jahren eine Messe begründete, lebt heute weiter – in mittelständischen Unternehmen der Region und in den Partnerschaften, die ihnen den Rücken stärken.

Foto ©Internationale Grüne Woche

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